Je nach Art und Ausprägung der Schädigung sind verschiedene Muskeln und Muskelgruppen von der spastischen Symptomatik betroffen. Im Folgenden möchten wir Ihnen die häufigsten Ausprägungen sowie Haltungs- und Bewegungsmuster vorstellen:
Arm- und Handspastik
Hier kommt es infolge der Spastik zu einer typischen Zwangshaltung des Armes und der Hände (siehe Bild 1 - 5).
Der Arm ist im Ellenbogen angewinkelt und die Hand verkrampft nach innen gedreht. Bei diesem Muster besteht meist eine sehr hohe Muskelspannung, die je nach Lokalisation der Spastik auch beidseitig auftreten kann.
Der Arm ist im Ellenbogen etwas angewinkelt. Die Beugemuskulatur der Hand weist einen hohen Muskeltonus auf, daher verkrampft die Hand nach unten außen. Dies ist das häufigste Armspastik-Muster.
Der Arm hängt in neutraler Stellung, wobei die Hand eine leicht nach außen gedrehte Haltung einnimmt.
Handspastik
Bei der Krallenhand sind die Fingergelenke in einer Beugehaltung.
Bei der spastisch-flektierten Hand ist die Muskulatur der Hand- und Fingerbeuger betroffen, was sich in dem Bild einer geschlossenen Faust (Beugehand) äußert. Es ist das häufigste spastisch bedingte Muster.
Beinspastik
Neben den Händen und Armen kann auch die untere Extremität betroffen sein. Die sehr häufig auftretende Spitzfußstellung führt zu einem veränderten, unsicheren Gangbild, da der Fuß nicht mehr abgerollt werden kann. Um beim Gehen nicht mit der Fußspitze hängen zu bleiben, gleicht der Betroffene den Gang durch eine verstärkte Knie- und Hüftbeugung aus. Dies kann zu einem chronischen Beckenschiefstand führen und somit auch die Lendenwirbelsäule belasten. Weitere Symptome sind Steifigkeit und Paresen (auch halbseitige Lähmungen).