Wieder aktiver im Leben
Tipps für Angehörige
Besteht eine Spastik als Begleitsyndrom vorhandener Erkrankungen, kommen nicht nur auf den Patienten, sondern auch auf seine Angehörigen und seine Freunde ganz neue Herausforderungen zu. Häufig stehen die Angehörigen dem Betroffenen im Alltag zur Seite und unterstützen ihn im Umgang mit der Erkrankung.
Beim Ausführen physiotherapeutischer Übungen zu Hause können Freunde und Angehörige oft eine besondere Hilfe sein, so dass wir einzelne Übungen abgebildet haben, die der Patient gemeinsam mit einer Hilfsperson ausüben kann.
Vor allem beim Lagewechsel oder auch beim Stehen und Gehen sind unterstützende Handgriffe einer weiteren Person sehr hilfreich. Im Folgenden möchten wir Sie darauf hinweisen, was Sie bei dem korrekten Handgriff beachten sollten:
Unterstützende Handgriffe
Übung 9 - Korrekte Handhaltung am Ellenbogengelenk
Die Hilfsperson umgreift den Ellenbogen des gestreckten Armes der betroffenen Seite und stabilisiert und kontrolliert somit das Ellenbogengelenk. Die andere Hand der Hilfsperson liegt flächig auf der Handfläche der betroffenen Hand und übt leichten Druck von der Handfläche in Richtung Schultergelenk aus.
Diese Handhaltung eignet sich besonders gut zur Unterstützung beim Gehen und beim Lagewechsel.
Übung 10 - Korrekte Handhaltung an der Hand/an den Fingern
Infolge der Spastik kommt es sehr häufig zu der sogenannten Beugehand. Um die Muskeln der Hand und Finger zu dehnen, sollte die Hilfsperson die Finger und den Daumen der betroffenen Hand vorsichtig auseinanderspreizen. Sie legt die Finger ihrer eigenen Hand flächig auf die betroffenen Finger.
Um den Daumen behutsam zu dehnen, schienen die Finger der Hilfsperson den Daumen.
Diese Hemmstellung der Hand wird zusätzlich unterstützt,
indem die Handinnenfläche der betroffenen Hand nach oben
zeigt (der Daumen zeigt nach außen).
Übung 11 - Handgriff "Händeschütteln"
Durch den Handgriff wie beim Händeschütteln wird der Daumen automatisch aus der extremen Beugeposition geholt und leicht abgespreizt.
Die Handinnenfläche der betroffenen Hand zeigt eher nach oben, womit eine Außenrotation (Außendrehung) des Armes
eingeleitet wird.